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Das Bezirksschützenmeisteramt fühlte sich in Freyung gut aufgehoben

Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler, Bürgermeister Olaf Heinrich und Ehrenbezirksschützenmeister Siegfried Schneider.
Als Dankeschön für den freundlichen Empfang in der Kreisstadt Freyung überreichte der niederbayerische Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler (rechts) Bürgermeister Olaf Heinrich den Ehrenteller des Schützenbezirks.
Zu einem Gruppenbild mit Landrat (vorne schräg rechts zwischen den beiden Schützendamen) versammelten sich die Mitglieder des Bezirksschützenmeisteramtes und die Vorstandschaft des gastgebenden Schützengaues vor dem Schloss Wolfstein.
Interessiert folgten die Besucher der Führung durch das Freyunger Jagd- und Fischereimuseum im Schloss Wolfstein.
Auf der Schießanlage der Freyunger Feuerschützen wurde das Prominentenschießen ausgetragen.
Der Gewinner der Ehrenscheibe des Landrates, Helmut Wallner, (links) zusammen mit Bürgermeister Olaf Heinrich, 2. Landesschützenmeister Jürgen Sostmeier, Gauschützenmeister Gerhard Krenn, Landrat Ludwig Lankl und Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler.
Zu den vielbeklatschten Akteuren beim Festabend gehörten auch die jungen "Bayerwaldmusikanten".
Mit Unterstützung von Moderator Josef Pauli (links) gab Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler (rechts) den Bayerwald-Hit „Mia san vom Woid dahoam“ zum Besten.
Sogar Gauschützenmeister Gerhard Krenn (hinten rechts) mit Ehefrau Angela schwang zusammen mit den Square-Dancern fleißig das Tanzbein.
Auch die Square-Dance-Gruppe "Salt Traders" erhielt viel Beifall.
Die Waldkirchener Alphorn-Bläser mit ihrem Chef Dr. Eckart Rössler (2.v.r.)
Bürgermeister Olaf Heinrich (links) gab mit der Teufelsgeige den jungen Harmonikaspielern den Takt an.
Bauchredner „Waltini“ (Mitte) brachte zusammen mit zwei „Assistenten“ den ganzen Saal zum Lachen.
Sebastian Atzesdorfer glänzte zusammen mit seiner Partnerin Katharina mit einer hinreißenden Tanzinterpretation aus dem Kultfilm „Dirty Dancing“.
Empfang bei Bürgermeister und Landrat - Museumsbesuch und Prominentenschießen - gelungener Bunter Abend im Kurhaus mit 400 Besuchern
Freyung. Auf zwei Tage war der 58. Bezirksschützentag in der Bayerwald-Kreisstadt angesetzt. Dabei diente der erste Tag mehr dem geselligen Beisammensein, das in einem Bunten Abend im voll besetzten Kursaal gipfelte. Über die Jahreshauptversammlung des Schützenbezirks Niederbayern berichteten wir bereits.

Nachdem die Vertreter des Bezirksschützenmeisteramtes samt Ehrenschützenmeistern und Begleitpersonen ihre Zimmer im Hotel "Zur Post" bezogen hatten, trafen sie sich zunächst intern zu einer Bezirksausschusssitzung, um vor allem die Jahreshauptversammlung des folgenden Tages vorzubereiten.
Der Nachmittag war dann für gesellige Unternehmungen reserviert, die der Wolfsteiner Gauschützenmeister Gerhard Krenn zusammen mit seinem Festausschuss vorbereitet und organisiert hatte. 
Als Erstes marschierte die Gruppe, begleitet von der gesamten Führung des Schützengaues Wolfstein, zum Kurhaus. Hier wartete bereits Bürgermeister Olaf Heinrich im Empfangsraum auf die Besucher.

Zunächst vermittelte das Freyunger Stadtoberhaupt seinen Zuhörern einen informativen Überblick über die Kreis- und Garnisonsstadt mit ihren rund 7000 Einwohnern, die sich mit weiteren Prädikaten wie Wissenschafts-, Schul-, Caritas- und Fremdenverkehrsstadt schmücken könne, wie der Bürgermeister nicht ohne Stolz ausführte. Hinzu kommen Gesundheitsdienstleistungen wie Kreiskrankenhaus und Kurklinik sowie eine ausdifferenzierte gewerbliche Wirtschaft mit über 4000 Arbeitsplätzen.

Zum großen Zusammenhalt in der Gesellschaft des Stadtgebietes tragen nach Meinung des Bürgermeisters nicht zuletzt auch die rund hundert Vereine bei, darunter auch die Schützenvereine. "Sie erfüllen eine wichtige Funktion als Kommunikationstreffpunkt für alle Generationen und leisten sehr wichtige Jugendarbeit", betonte Heinrich.
Klar bezog der Bürgermeister auch Stellung zur neu entflammten Diskussion nach dem jüngsten fürchterlichen Amoklauf von Winnenden. Die erneut geforderte Verschärfung der Waffengesetze könne solche schrecklichen Taten nicht verhindern, ist Heinrich überzeugt. Vielmehr sollte viel früher als bisher festgestellt werden, mit welchen Problemen manche junge Menschen kämpften. Den Schützenvereinen jedenfalls liege es sehr am Herzen, die jungen Leute zu verantwortungsvollem Handeln zu erziehen.
Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler stellte kurz den Schützenbezirk Niederbayern mit seinen 19 Gauen vor und bedankte sich bei Bürgermeister Heinrich für die erfahrene Gastfreundschaft mit dem Ehrenteller des Schützenbezirkes Niederbayern. Als Ziele der Schützen hob Hainthaler neben der Ausübung des Schießsportes die Wahrung der Tradition und die Pflege der Geselligkeit hervor.

Zweite Station des Empfangs- und Besichtigungsprogrammes war das altehrwürdige Schloss Wolfstein. Hier hieß Landrat Ludwig Lankl seine Gäste im traditionsreichen Fürstenzimmer willkommen, das zugleich Teil des Jagd- und Fischereimuseums ist. Der Landrat schilderte die Geschichte des kleinen Schlosses hoch über dem Saußbach, das von den Passauer Fürstbischöfen zunächst zur Grenzsicherung für das Abteiland gegen Bayern und Böhmen diente und später als Jagdschloss Verwendung fand. Später waren in den Räumlichkeiten, die immer wieder auch umgebaut wurden, das königlich-bayerische Landgericht, das Rentamt und das Forstamt untergebracht. Nun enthält es eine landkreiseigene Galerie und das Jagd- und Fischereimuseum.

Nach so viel Besichtigung war eine Kaffeepause angesagt, zu der die Freyunger Feuerschützen in ihr Schützenheim eingeladen hatten. Hier konnten sich die Besucher mit Kaffee und Kuchen stärken, bevor es ans Prominentenschießen ging.

Ausgeschossen wurde eine prächtige Schützenscheibe, die Landrat Ludwig Lankl als Schirmherr gestiftet hatte. Sie zeigt als Motiv, wie könnte es auch anders sein, das Schloss Wolfstein. Fünf Schuss sollte jeder abgeben, und geschossen wurde mit acht Luftgewehren älteren Datums aus dem Fundus der Feuerschützen. Als Sieger wurde der Schütze mit dem besten Teiler ermittelt. Das Schießen leitete Sepp Meier von der FSG.

Lautstark leiteten Böllerschutzen aus allen fünf Böllergruppen des Schützengaues Wolfstein den Bunten Abend ein, der mit rund vierhundert Gästen hervorragend besucht war. Unter ihnen MdB Bruni Irber, MdB Barthl Kalb, MdL Bernhard Roos, Bezirksrätin Rita Röhrl, Landrat Ludwig Lankl und seine Stellvertreter Renate Cerny und Helmut Behringer, Bürgermeister Olaf Heinrich, Waldkirchens 2. Bürgermeister Max Schwarz, etliche Stadt- und Kreisräte, 2. Landesschützenmeister Jürgen Sostmeier sowie Vertreter der anderen niederbayerischen Schützengaue.

In seinem Grußwort beschwor Landrat Ludwig Lankl den Zusammenhalt der Schützenvereine schwieriger Zeit. Freyungs Bürgermeister Olaf Heinrich, der selbst dem Bezirkstag angehört, übermittelte die Grüße von Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein.

Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler dankte für die große Herzlichkeit, mit der sein Team in Freyung empfangen wurde.

MdB Bruni Irber appellierte an die Schützenvereine, ihre Verantwortung wahrzunehmen und darauf zu achten, dass ihre Mitglieder die Sportwaffen aufbewahren, wie es das Gesetz vorschreibt. Von einer weiteren Verschärfung des Waffenrechts halte sie nichts, sagte Irber. "Wir wollen nicht, dass das Schützenwesen kaputt gemacht oder die Jägerei eingeschränkt wird."

An die Grußworte schloss sich die Übergabe der Ehrenscheibe an. Mit seinem 158,2-Teiler verfehlte Ehrenbezirksschützenmeister Siegfried Schneider die Trophäe nur knapp. Das Schützenglück lachte dagegen dem 3. Gauschützenmeister des Schützengaues Passau, Helmut Wallner, der die Scheibe aus der Hand des Stifters, Landrat Ludwig Lankl, entgegennehmen konnte.

Josef Pauli aus Neufang führte anschließend professionell und kurzweilig durch das Programm des Festabends, das er selbst zusammengestellt hat. Zunächst ließ er 31 junge Harmonikaspieler, die "Bayerwaldmusikanten", einmarschieren. Mit der "Ennstaler Polka" samt Teufelsgeige und Holzratsche ging es los. Daraus wurde kurzerhand die "Rocktaler Polka", deren Rhythmus den jungen Musikanten sichtlich besser zusagte.

Geschickt verstand es Josef Pauli, auch immer wieder einen prominenten Gast in das Bühnengeschehen mit einzubeziehen. So musste als Erster Bezirksschützenmeister Hans Hainthaler auf die Bühne und singen: "Mia san vom Woid dahoam" und einen Juchaza dazwischen, und auf den Bänken im Parkett wurde fleißig geschunkelt.

Die Square-Dance-Gruppe "Salt Traders" brachten schwungvolle Figuren des amerikanischen Volkstanzes auf die Bühne, wie es ihnen der "Caller" jeweils ansagte. Unversehens fand sich auch Gauschützenmeister Gerhard Krenn zusammen mit Ehefrau Angela inmitten der Tanzgruppe und hatte zu seiner eigenen Überraschung schnell einige Figuren "drauf". "Das war Spitze!", fanden die Zuschauer.

Dann waren Dr. Eckart Rösslers Alphornbläser dran. Ihre mehrere Meter langen Musikinstrumente, die zu den ältesten Blasinstrumenten zählen, waren zum Teil fast so lang wie die Bühne. Das längste misst nicht weniger als 7,32 Meter.

"Uns gibt es schon seit 15 Jahren, und wir wollen das Alphorn im Bayerischen Wald heimisch machen", erzählte Rössler.

Die Tanzschule Sebastian Atzesdorfer war mit einigen Tanzeinlagen vertreten. Sebastian selbst, der die Tanzschule vor vier Jahren gegründet hatte, fegte zunächst mit der jungen Martina rasant über die Bühne, bevor er mit Partnerin Katharina eine sehenswerte Interpretation von "Dirty Dancing" zeigte.

Dann waren wieder die jungen Harmonikaspieler mit den "Bergvagabunden" dran, und diesmal war Bürgermeister Olaf Heinrich als Spieler der "Teufelsgeige" gefragt.

Zauberkünstler "Waltini" verblüffte mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von mehreren "Assistenten" aus dem Publikum mit zahlreichen Tricks und legte eine schwungvolle Zaubershow hin. Und auch als Bauchredner hatte er die Lacher auf seiner Seite.

Nach einer kurzen Pause ging es noch einmal mit einer Teilgruppe der "Bayerwaldmusikanten" und "Tante Mizzi" weiter. Der "Bayerwald-Boarische" wurde von Sepp Pauli selbst geschrieben. Josef Paulis dreizehnjährige Tochter Franziska, von klein auf Musikerin und seit kurzem fernsehbekannt, glänzte mit "Zirkus Renz".

Ganz zum Schluss fand sich noch "Der alte Jäger vom Silbertannental" ein, mit dem sich die "Bayerwaldmusikanten" und Josef Pauli verabschiedeten.
Zum Ausklang des Festabends gegen Mitternacht spielte die Kapelle "Rundumadum" auf. -fd

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