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Ehrenamtsnadel für verdiente Schützenfunktionäre

Die Geehrten aus dem Schützengau Wolfstein, ebenfalls mit Mandatsträgern: Landrat Sebastian Gruber (2.v.l.), Bezirksrat Josef Heisl (3.v.l.), MdL Max Gibis (4.v.l.), MdL Alexander Muthmann (10.v.l.) und MdB Barthl Kalb (8.v.r.) sowie einigen Bürgermeistern.
Ehrenamtsnadel für den Wolfsteiner Gauschützenmeister Max Duschl (Mitte)
Fred Nass vom Bayerischen Sportschützenbund dankte dem Landkreis für die Auszeichnung besonders verdienter Schützen.
Landrat Gruber zeichnete 28 Schützen der Gaue Grafenau und Wolfstein aus – Feierstunde bei den Böhmzwieseler Hubertusschützen

Böhmzwiesel. Politische Mandatsträger, Vertreter des Schützenwesens, Schützenvorstände und eine große Anzahl von Mitgliedern der beiden Schützengaue des Landkreises Freyung-Grafenau waren zum Ehrenamtstag des Landkreises ins Vereinsheim von Hubertus Böhmzwiesel gekommen.

Landrat Sebastian Gruber begrüßte im vollbesetzten Saal als Ehrengäste MdB Barthl Kalb und die MdLs Max Gibis und Alexander Muthmann, Bezirksrat Josef Heisl, dazu Fred Nass, den zweiten Landesschatzmeister des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) und Peter Sammer von der Sparkasse Freyung-Grafenau als Sponsor der Veranstaltung.

Als symbolisches Zeichen für die wertvolle Arbeit, die zum Wohl der Gesellschaft geleistet wird, sollte die Auszeichnung mit der Ehrenamtsnadel des Landkreises Freyung-Grafenau verstanden werden, führte Landrat Sebastian Gruber aus. In diesem Jahr stünden Mitglieder aus den 67 Schützenvereinen im Landkreis im Mittelpunkt. Das Zitat eines unbekannten Autors: „Ein Ziel, das man nicht sieht, kann man auch nicht treffen“, passe speziell für die Schützen, auch wenn es nicht wörtlich, sondern als Metapher zu verstehen sei. Genau solche Menschen, die ein Ziel, eine Vision haben, brauche es, um Vereine am Leben zu halten. „Durch Ihre Motivation und Ihr Engagement sind Sie sozusagen der ‚Volltreffer‘ für Ihren Verein“, wandte sich der Landrat direkt an die zu Ehrenden. Viele arbeiteten, unter Einsatz von viel Aufwand und Zeit, im Hintergrund. „Sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft, indem Sie sich für andere einsetzen ohne dafür Belohnung zu erwarten, dafür sagen wir Vergelt's Gott.“ Dieses gezeigte Engagement soll, so hofft der Landrat, auch für andere Ansporn sein, ebenfalls in ähnlicher Weise aktiv zu werden. Ein aktuelles Beispiel sei das Engagement von Ehrenamtlichen im Bereich der Asylbewerberbetreuung.

„Heute werden 28 Personen ausgezeichnet. Dahinter stehen auch Familien, denen ebenfalls der Dank gilt“, führte Sebastian Gruber weiter aus: Ohne deren Rückhalt und Verständnis wäre ein derart vielfältiger Einsatz in diesem Maß nicht möglich. 
BSSB-Vertreter Fred Nass dankte Landrat Gruber, der offensichtlich gut wisse, was er an den Ehrenamtlichen in seinem Landkreis hat. 

Nass verwies darauf, dass der Deutsche Schützenbund knapp 1,4 Millionen Mitglieder in 15 000 Vereinen habe und damit der viertgrößte Sportverband in Deutschland sei. Der Bayerische Sportschützenbund ist im DSB der größte Landesverband, mit knapp 500 000 Mitgliedern und 4700 Vereinen. Der Schützenbezirk Niederbayern habe über 60 6000 Mitglieder und sei damit der drittgrößte Bezirk in Bayern.

Es sei heutzutage keineswegs mehr selbstverständlich, dass es so viele Ehrenamtliche gebe, die viele Stunden ihrer Freizeit für andere opfern, so Fred Nass weiter. Dabei gebe es oft auch noch etliche bürokratische Hürden zu überwinden. Danken müsse man ebenso den Angehörigen, die auch "mitspielen" müssen. Nur dann "gehe" Ehrenamt.

In einem kurzen Film über den Schießsport wurde in Stichworten gezeigt, worauf es in diesem anspruchsvollen Sport ankommt: Konzentration, Präzision, Ausdauer und Training.

Landrat Sebastian Gruber dankte seinen Mitarbeitern aus dem Ehrenamtsbüro des Landkreises für die Vorbereitung der Ehrenamtstages: Karl Matschiner, Thomas Rodler und Sabrina Boxleitner.

Sachgebietsleiter Matschiner verlas für jeden einzelnen Schützen eine kurze Laudatio, die von den jeweiligen Heimatvereinen verfasst worden ist. Landrat Sebastian Gruber heftete die Ehrennadel an, Fred nass überreichte die zugehörige Urkunde und ein Vertreter der jeweiligen Heimatgemeinde, soweit anwesend, gratulierte zur überreichten Auszeichnung.

Die Geehrten aus dem Schützengau Grafenau:

Annegret Weiß, SG Eintracht Grafenau (Fahnenmutter seit 2004, Vereinskassierin seit 1975), Richard Wander, Altensteinschützen Großarmschlag (unterstützt die Jugendarbeit nach Kräften), Johannes Groß, Lindenschützen Oberhüttensölden (Vereinskassier, fördert den Schützennachwuchs), Willi Riedl, Bayerwaldschützen Riedlhütte (Gründungsmitglied, am Bau des Schützenheims beteiligt, erledigt immer noch anfallende Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten), Josef Dannecker, Burgschützen Hundsruck (bei allen Vereinsarbeiten und bei der Ausrichtung von Veranstaltungen mit beispielgebendem Engagement dabei), Monika Ellinger, Brigidaschützen Preying (Gründungsmitglied, im gesellschaftlichen Bereich außerordentlich engagiert), Josef Braml, Dorfschützen Entschenreuth (rief den Verein nach langer Ruhezeit wieder ins Leben), Franz Pleintinger, Schlossschützen Eberhardsreuth (fast fünfzig Jahre beim Verein, kümmert sich um das Vereinsheim und unterstützt das Jugendtraining in vorbildlicher Weise), Josef Kriegl, Jagd- und Sportschützen Quetsch (bereits jahrzehntelang Waffen- und Gerätewart, kümmert sich als Schießleiter um einen reibungslos funktionierenden Schießbetrieb), Werner Köckeis, Birkenschützen Quetsch (wertvolles und vorbildliches Engagement bei Vereinsfesten, Mitarbeit in der Vorstandschaft), Erich Ebner, Waldlerschützen Rötz (seit 1993 zweiter Schützenmeister, großer Gönner der Schützenjugend), Stefan Roth, St. Härmannschützen Oberkreuzberg (maßgeblich an der Errichtung des Schützenheims beteiligt, hat in der Vorstandschaft bereits mehrere Funktionen ausgeübt).

Die Geehrten aus dem Schützengau Wolfstein:

Josef Meier, FSG Freyung (seit 52 Jahren Mitglied, davon 51 Jahre in der Vorstandschaft, organisiert seit 40 Jahren das Bürger- und Gästeschießen, seit 27 Jahren das Patenschaftsschießen und seit 15 Jahren den Tag der offenen Tür, Mitarbeit beim Bau der 100-Meter-Schießanlage, tragende Säule im Verein), Gerhard Bloch, Schützengesellschaft Neureut 21 (seit 44 Jahren Mitglied, führt seit vielen Jahren im Schützenheim Hausmeistertätigkeiten aus), Franz Fuchs, Birkenwald Rehberg (zuverlässiger Helfer beim Birkenwaldfest, widmet sich auch seiner Hausmeistertätigkeit im Schützenheim, bei dessen Bau er über 600 Arbeitsstunden leistete),  Franz Fesl, Hochwald Haidmühle (seit 1965 Mitglied, von 1968 bis 1985 zweiter Schützenmeister, von 1986 bis 1996 erster Schützenmeister, seit 2000 Ehrenschützenmeister, tatkräftige Mitarbeit beim Bau des Schützenheims, beim Einbau der elektronischen Schießanlage und bei der Pflege und Wartung des Vereinsheimes, setzt sein handwerkliches Geschick bei allen Baumaßnahmen ein), Christa Kellhammer, FSG Freyung (seit 1992 als Vereinswirtin tätig, bäckt bei Festlichkeiten Kuchen und dekoriert bei Veranstaltungen das Schützenheim), Max Köberl, Schützenkameradschaft Sonndorf (investiert sehr viel Zeit in die Pflege rund ums Schützenheim, führt Reparaturen aus), Margarete Sammer, Schützenkameradschaft Sonndorf („Mädchen für alles“ im Schützenheim, hilft bei vielerlei Gelegenheiten in uneigennütziger Weise), Ludwig Boxleitner, SG Haus am Wald (seit 1982 in der Vorstandschaft, seit 1990 erster Schützenmeister, wirkte maßgeblich am Bau des Schützenheimes mit und ist für die Durchführung zahlreicher Vereinsveranstaltungen verantwortlich), Rosmarie Boxleitner, SG Haus am Wald (seit 1987 Schriftführerin, seit 1997 Gaudamen-Vereinsvertreterin, seit 2003 verantwortlich für die Küchenorganisation, organisiert Ausstellungen für den Verein, hilft bei der Jugendarbeit mit), Josef Krinninger, Dreiländereck Kernberg (seit 2009 zweiter Schützenmeister und engagierter Betreuer der Schützenjugend, jederzeit auch bei Veranstaltungen, Renovierungs- und Umbauarbeiten zur Stelle), Martin Springer, Schützengilde Philippsreut (16 Jahre als Waffenwart tätig, seit 2010 Jugendleiter, seit 1984 zuverlässiger Fahnenträger, hilft bei allen Veranstaltungen tatkräftig mit), Max Atzesdorfer, Hubertus Böhmzwiesel (seit über 40 Jahren Gaurundenwettkampfleiter, organisiert auch gauübergreifende Wettkämpfe und Freundschaftsschießen der benachbarten Schützengaue), Gerhard Pongratz, Hubertus Böhmzwiesel (seit zwanzig Jahren „Baumeister“ im Schützenheim mit maßgeblicher Mitwirkung bei zahlreichen Um- und Ausbaumaßnahmen), Thomas Weiß, Hubertus Böhmzwiesel (zeitweise in der Vorstandschaft, seit 30 Jahren maßgeblicher Planer und Installateur sämtlicher elektrischer Einbauten im Schützenheim tätig).

Das Ehrenamtsbüro des Landkreises wollte zudem die beiden Gauschützenmeister auszeichnen: Franz Xaver Roth vom Gau Grafenau und Max Duschl vom Gau Wolfstein.

Franz Xaver Roth, seit 1976 Mitglied bei den Waldlerschützen Rötz, war in seinem Heimatverein mehrere Jahre lang Sport- und Jugendleiter sowie Mannschaftsführer. Von 1997 bis 2012 war er zweiter Gauschützenmeister. Seit 2012 ist er als 1. Gauschützenmeister angesehenes Oberhaupt des Schützengaues Grafenau.

Max Duschl übte in seinem früheren Verein Diana Waldkirchen von 1978 bis 1992 die Funktion des Jugendleiters aus, war von 1989 bis 1995 erster und von 1995 bis 2007 zweiter Schützenmeister. Nach der Auflösung des Vereins wechselte Max Duschl zum Schützenverein Hubertus Böhmzwiesel, wo er seitdem als Beisitzer der Vorstandschaft angehört. Im Schützengau Wolfstein übernahm Duschl im Jahr 2000 das Amt des Gausportleiters, das er bis zu seiner Wahl zum ersten Gauschützenmeister im Jahr 2009 ausübte.

Die Einsatzbereitschaft und das Engagement der beiden Gauschützenmeister seien vorbildlich und beispielhaft, führte Karl Matschiner in seinen beiden Laudationes aus.

Im Anschluss an die Verleihung der Ehrenamtsnadeln waren alle Anwesenden zu einem Büfett eingeladen, das Herbert Schiller aus Freyung aufgetischt hatte. Und die Böhmzwieseler Schützendamen warteten mit leckeren Kuchen und Torten auf. Die musikalische Umrahmung der Feier lag in den Händen der „Wanznpress“, die mit ihren Harmonikas zünftig aufspielte. -fd

Fotos: Fl. Duschl

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